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Unsere Seidenstoffe



Seitenüberblick:

  • Webarten von Seidenstoffen
  • Was unterscheidet Seidenstoff von anderen Stoffen?
  • Unser Angebot an Seidenstoffen
  • Unsere Farben

Seide ist nicht einfach ein x-beliebiges synthetisches Produkt, das sich in beliebiger Menge herstellen lässt: Seide ist ein Naturprodut, das nur in sehr beschränkter Menge zur Verfügung steht, schwierig zu verarbeiten ist und deshalb relativ teuer ist.

Im Haupterzeugerland China werden derzeit 169.000 Tonnen Seide je Jahr hergestellt, wovon nur ca. 7.000 Tonnen im Inland verbleiben. 2015 wurde Seide im Wert von ca. 160 MIO US-Dollar in die EU eingeführt.

Der Hauptanteil dieser Menge besteht aus Seidenfasern, die nur industriell - für z.B. Wärme-, Kälte- und Brandschutzdämmstoffe - verwertet werden können und Seidengarnen, die erst innerhalb der EU zu Seidenstoff gewebt werden. Nur ein eher geringer Anteil der importierten Waren besteht aus Seidenstoffen und konfektionierter Ware.



Seidenstoffe
Seidenstoffe


Die gebräuchlichsten Webarten für Seidenstoffe


Ponge-Seidenstoff wird in einer robusten Taftbindung gewebt, die entsteht, indem man den Schussfaden abwechselnd über und unter dem Kettfaden hindurchführt. Dadurch werden 2 glänzende und glatte Seiten erzeugt, wobei die Oberseite etwas mehr Glanz aufweist.


Chiffon-Seidenstoff wird hergestellt, indem stark gedrehte (auch überdrehte) Garne in wechselnder Drehrichtung in einer sehr lockeren Leinwandbindung gewoben werden. Seidenstoff aus Chiffon ist sehr glatt, im Gegensatz zu Tissu de gaze, das eine etwas rauher wirkende Oberfläche aufweist.


Georgette wird oft mit Chiffon verwechselt, da es sehr ähnlich aussieht. Einer der Unterschiede zwischen Georgette und Chiffon ist, dass Seidenstoff aus Georgette einen festeren und leicht knirschenden Griff und höhere Standfestigkeit aufweist.


Ein Seidenstoff der Webart Crepe de Chine entsteht, indem stark überdrehte Garne für die Schussfäden verwendet werden. Die besonders dichte Webart in Taftbindung verfügt über eine glatte Oberseite und eine leicht "kräuselige" Unterseite, die angenehm weich und anschmiegsam ist.


Die Webart - auch Bindung genannt - Satin besteht aus abwechselnd zwei S- und Z-Schusskreppfäden, während die Kettfäden aus Garnen mit normaler Drehung bestehen. Der Schussfaden wird unter einem Kettfaden hindurchgeführt und danach über mindestens zwei Kettfäden hinweg. So entsteht ein Seidenstoff mit einer hochglänzenden Ober- und einer mattiert wirkenden Unterseite.


Bouretteseide besteht aus Kokonresten, sowie ausgekämmten Fäden der Haspel- und Schappeseide. Durch die sehr kurzen Seidenfasern entsteht ein sehr anschmiegsamer und weicher Seidenstoff, der auch gerne für Baybekleidung, Windeln und in der Krankenpflege verwendet wird.


Seidenjersey wird gestrickt und unterscheidet sich dadurch von allen anderen Seidenstoffen, die gewebt werden. Meist wird Seidenjersey in Rundstrickmaschinen hergestellt und wird als Schlauchware verkauft. Durch diese Verarbeitungsweise ist Seidenjersey extrem dehnbar.


Twill (auch Köper genannt) ist eine äusserst robuste Webart, die zum Beispiel für Jeans verwendet wird. Da unser Twill aus Seide hergestellt wird, ergibt sich ein sehr weicher und doch sehr robuster Seidenstoff. Seidenstoff in Twill wird gerne für Hosen, Anzug- und Mantelfutter, Vorhänge, Möbel- und Kissenbezüge verwendet. Twill ist leicht an den schräg verlaufenden "Graten" zu identifizieren.



Was unterscheidet Seidenstoff von anderen Stoffen?


SeidenstoffeSeidenstoffe bestehen überwiegend aus Proteinen (Eiweiss) und unterscheiden sich dadurch von allen anderen Stoffen, die aus pflanzlichen oder synthetischen Garnen gewebt sind. Dadurch besitzen Seidenstoffe Eigenschaften, die sie von allen anderen Stoffen unterscheiden.

Sie haben sicherlich schon gehört, dass Seide im Winter warmhält und im Sommer für Kühle sorgt. Stimmt dass und wenn ja: Weshalb ist dass so?
Nun, es stimmt tatsächlich und hat es gibt auch eine einfache Erklärung dafür:

Seide ist ein schlechter Wärmeleiter, wozu er auch in der Industrie als Wärme- und Kälteisolierung verwendet wird. Tragen Sie ein Kleidungsstück aus Seide, umhüllen Sie sich mit einer zusätzlichen natürlichen Hülle. Wenn es heiss ist, saugen die Seidenfilamente – Filamente sind die haarfeinen Stränge, aus denen das Garn gedreht wird – den Schweiss auf und leiten ihn durch den Kapillareffekt von der Hautoberfläche weg, wo er verdunstet und somit Kälte erzeugt. Zudem lässt Seide Hitze nicht so leicht an die Haut dringen.

Den Kapillareffekt kann man auch sehr gut bei Pinseln beobachten, wenn dünnflüssige Farbe die Pinselhaare hinaufgezogen wird und auch bei Bäumen, bei denen Wasser durch die Wurzeln bis in das kleinste Blatt gelangt.
Bei Kälte hingegen verbleibt die durch den Körper erwärmte Luft unter dem Seidengewebe und wirkt wie ein Puffer.

Es ist also nicht so, das Seide tatsächlich kühl ist und eine niedrigere Temperatur, als die Umgebung hat, sondern unsere Haut wird durch die Berührung der Seide gekühlt.

Leider funktioniert das nur, wenn die Luftfeuchtigkeit geringer ist, als der Sättigungsgrad der Seide mit Wasserdampf (Schweiss). In den Tropen oder bei Regen kann die aufgenommene Feuchtigkeit in der Seide nicht verdunsten und somit auch nicht kühlend wirken.

Einer der entscheidenden Vorteile von Seidenstoff ist, wie sie mit aufgenommener Feuchtigkeit umgeht: Seide leitet den Schweiss vom Körper ab und gibt ihn an die umgebende Luft ab.

Baumwolle ist zwar ebenfalls ein schlechter Wärmeleiter und nimmt Schweiss auf – gibt ihn aber nicht mehr ab, sondern speichert ihn.


Ein weiterer Vorteil von Seidenstoffen ist die Möglichkeit der sehr intensiven und brillanten Färbung. Da sehr viele einzelne Seidenfibern zu Fasern zusammengedreht und diese wiederum zu Seidengarn zusammengedreht werden, entsteht der sogenannte Prismeneffekt. Das Licht wird im Seidengarn eingefangen und mehrmals reflektiert. Deshalb strahlt Seide auch in einem intensiven Weiss.


Seidenstoff kann seine Farbe auf zwei Arten erhalten:
Man färbt zuerst das Garn und webt damit den Seidenstoff oder man färbt den naturweissen Seidenstoff nachträglich. Mit beiden Möglichkeiten können ganz unterschiedliche und aparte Effekte erzielt werden.
Beiden ist aber eines gemeinsam: Die Farbpigmente werden tief innerhalb der Seidenfibern verankert – Sie erinnern sich an die Kapillarwirkung?
Im Gegensatz zu Baumwolle oder Leinen liegt die Farbe nicht nur auf der Faser auf, sondern ist sozusagen in die Seidenfaser integriert.
Wenn nun Licht auf den Seidenstoff fällt und reflektiert wird, leuchten die Farben wesentlich intensiver als auf anderen Stoffen.



Unser Angebot an Seidenstoffen


Das Angebot unserer Seidenstoffe reicht von einfacher Ponge-Seide bis hin zu hochwertigen Jaquard- und Satin-Seidenstoffen in Breiten zwischen 90cm bis 140cm.
Diese Seidenstoffe beziehen wir naturweiss und färben sie mittels einem von uns entwickelten System in 85 Standardfarben, sowie in über 5.200 weiteren Farbtönen.
Als einziges Seidenhandels-Unternehmen weltweit bieten wir ihnen auch an, Seidenstoffe nicht nur einfarbig, sondern auch mehrfarbig zu färben - und das bereits ab 1 Laufmeter.



Unser Farbsystem für Seidenstoffe


Unsere Standardfarben für Seidenstoffe Hier unsere Standardfarbkarte mit 85 Farben, die aktuelle und modische Farbtöne enthält, in denen wir Seidenstoff färben.
Neben diesen Standardfarben bieten wir Ihnen auch weitere 5.200 Farbtöne an. Falls Sie sich dafür interessieren, lesen Sie bitte hier weiter: FARBMUSTER. Eine als PDF downloadbare Farbkarte finden Sie hier: DOWNLOAD FARBSYSTEM

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